Wasser ist wertvoll – gemeinsam sorgsam damit umgehen
Wasser ist eine unserer wertvollsten natürlichen Ressourcen. Gerade in den Sommermonaten mit hohen Temperaturen und längeren Trockenperioden wird deutlich, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser ist. Auch wenn die Trinkwasserversorgung über das öffentliche Netz derzeit nicht gefährdet ist, sollten wir alle dazu beitragen, Wasser sparsam und bewusst zu verwenden.
Der Landkreis Rastatt hat aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der niedrigen Wasserstände eine Rechtsverordnung zur Beschränkung der Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern erlassen. Diese ist am 8. Juli 2026 in Kraft getreten und gilt zunächst bis einschließlich 31. August 2026.
Wasserentnahme aus Bächen, Flüssen und Seen derzeit verboten
Die Regelung betrifft grundsätzlich alle oberirdischen Gewässer im Landkreis Rastatt. Untersagt ist die Entnahme von Wasser beispielsweise aus Bächen und Flüssen sowohl mit technischen Geräten wie Pumpen und Schläuchen als auch mit Handgefäßen wie Gießkannen oder Eimern. Das gilt auch für kleine Mengen und sowohl für private Zwecke als auch für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau.
Ausgenommen sind der Rhein sowie aktive, noch dem Kiesabbau dienende Baggerseen. Auch das unmittelbare Tränken von Tieren am Gewässer bleibt zulässig.
Hintergrund der Maßnahme sind die anhaltende Trockenheit und die niedrigen Wasserstände. Dadurch kann die Gewässerökologie beeinträchtigt werden. Niedrige Wasserstände in Verbindung mit hohen Temperaturen führen zudem zu einer Erwärmung des Wassers und können die Tier- und Pflanzenwelt sowie die natürliche Selbstreinigung der Gewässer belasten.
Wichtig: Die Rechtsverordnung betrifft die Entnahme aus oberirdischen Gewässern – nicht die Nutzung von Trinkwasser aus dem öffentlichen Wasserversorgungsnetz. Die öffentliche Trinkwasserversorgung ist derzeit nicht gefährdet. Dennoch ist ein sparsamer Umgang mit Leitungswasser auch langfristig sinnvoll und ein wichtiger Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit dieser wertvollen Ressource.
Mit kleinen Maßnahmen Wasser sparen
Jede und jeder kann im Alltag dazu beitragen, Wasser zu schonen. Besonders im Garten lässt sich der Verbrauch reduzieren:
- Pflanzen möglichst früh am Morgen oder in den Abendstunden gießen.
- Gezielt und direkt am Wurzelbereich bewässern, statt große Flächen zu beregnen.
- Regenwasser sammeln und – soweit geeignet – für die Gartenbewässerung verwenden.
- Den Boden durch Mulchen vor Austrocknung schützen.
- Auf trockenheitsverträgliche und standortgerechte Pflanzen setzen.
- Rasen nicht unnötig bewässern – viele Rasenflächen überstehen trockene Phasen auch ohne regelmäßige Bewässerung.
- Tropfende Wasserhähne und undichte Leitungen zeitnah reparieren.
- Beim Duschen, Zähneputzen und Spülen bewusst auf einen sparsamen Verbrauch achten.
Der Landkreis Rastatt weist zudem darauf hin, dass sich auch die Grundwasserstände und Quellschüttungen im unteren Normalbereich mit fallender Tendenz bewegen. Ein haushälterischer Umgang mit Grundwasser ist deshalb grundsätzlich geboten. Langfristig können beispielsweise Regenwasserspeicher und eine angepasste, trockenheitsverträgliche Bepflanzung dazu beitragen, den Wasserverbrauch zu reduzieren.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Die aktuelle Situation zeigt: Wasser ist keine unbegrenzt verfügbare Ressource. Ein bewusster Umgang damit hilft nicht nur in trockenen Sommermonaten, sondern schützt unsere natürlichen Wasserressourcen dauerhaft.
Deshalb gilt: Wasser nur dort und in dem Umfang verwenden, wo es wirklich gebraucht wird. Jeder eingesparte Liter trägt dazu bei, unsere Gewässer, das Grundwasser und damit unsere Lebensgrundlagen zu schützen.
Die vollständige Rechtsverordnung und aktuelle Informationen stellt das Landratsamt Rastatt zur Verfügung.












