Waldbegehung in Ötigheim

Erlebnisstationen und Klimawandel im Fokus

Rund 40 interessierte Teilnehmer folgten der Einladung von Bürgermeister Frank Kiefer zur diesjährigen Waldbegehung. Bei frühsommerlichen Wetter erkundeten die Bürgerinnen und Bürger per Fahrrad verschiedene Stationen im Ötigheimer Wald und erhielten dabei spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Forstwirtschaft.

Fachkundige Informationen lieferten Forstrevierleiterin Michèle Zeiher sowie Thomas Nissen, Leiter der Unteren Forstbehörde Rastatt. Erste Station war ein Waldstück in unmittelbarer Nähe zur Autobahn. Dort wurde anschaulich erläutert, welche Baumarten den zukünftigen klimatischen Bedingungen in der Region besser standhalten können.

Die Teilnehmenden konnten selbst aktiv werden: Bei einem Rundgang beurteilten sie den Zustand verschiedener Bäume - von vital über gestresst bis hin zu abgestorben. In der anschließenden Besprechung wurde deutlich, wie unterschiedlich sich Baumarten unter veränderten Klimabedingungen entwickeln und welche Maßnahmen notwendig sind, um sogenannte Zukunftsbäume gezielt zu fördern.

Im weiteren Verlauf führte die Route ins Tiefgestade. Dort demonstrierten Forstarbeiter das sichere Fällen eines abgestorbenen Baumes in unmittelbarer Nähe des neu entstehenden Tellwegs - eine wichtige Maßnahme zur Gefahrenabwehr für Spaziergänger und spielende Kinder.

Entlang dieses Weges entsteht derzeit ein neuer Erlebnispfad mit rund 20 Stationen. Geplant sind unter anderem Kugelbahnen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden sowie informative Tafeln zu Natur- und Umweltthemen. Ziel ist es, den Naherholungswald sowohl für Familien als auch für Naturinteressierte attraktiver zu gestalten und Wissen erlebbar zu vermitteln.

Mit den neuen Erlebnisstationen wird der Ötigheimer Wald deutlich aufgewertet und verbindet künftig Erholung, Spiel und Information auf besondere Weise.

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