Wasser/Abwasser - Mehrverbrauch durch schadhafte Einrichtungen

Wertvolle Hinweise für den Kunden/Verbraucher !!!

Für die Bereithaltung des Trinkwassers und für dessen Verbrauch erhebt die Gemeinde eine Wassergebühr. Dieser wird, wenn er durch einen Wasserzähler ermittelt wird, nach dem gemessenen Verbrauch berechnet. Die Wassermenge, die ein den Normen entspre-chender Wasserzähler richtig anzeigt, gilt auch dann als Gebührenbemessungsgrundlage, wenn sie ungenutzt, etwa durch schadhafte Rohre, offene Zapfstellen, schadhafte Ventile an der Heizungsanlage, Überdruckventile usw. verlorengegangen ist.
Es kommt immer wieder vor, dass Wasserabnehmer bei der Gemeinde vorsprechen und Antrag auf Erlass von Wasser- und Abwassergebühren stellen, weil auf dem Grundstück durch Rohrschaden usw. mehrere hundert Kubikmeter Wasser verlorengegangen sind. Bei den Jahresabrechnungen können so Nachzahlungen zwischen 500 und 2.500 Euro entstehen. Diesen Erlassanträgen kann nicht entsprochen werden, weil die Leistung der Wasserlieferung durch die Gemeinde erbracht wurde und diese Wassermenge in der Regel dem öffentlichen Kanal und dem Klärwerk zugeführt wurde.

Wir geben deshalb folgenden Rat:
Von Zeit zu Zeit sollte bei den Wasserzählern eine Überprüfung durch den Hauseigentü-mer erfolgen. Anhand des Zahnrades unterhalb des Zählwerks, welches auch kleinste Durchflussmengen anzeigt, können defekte Verbrauchsanlagen oder Rohrbrüche folgen-dermaßen festgestellt werden: Sind alle Verbrauchsstellen im Haus abgestellt, muss das genannte Zahnrad stillstehen. Dies bedeutet, dass kein Wasserdurchfluss stattfindet. Dreht es sich trotzdem, muss ein Defekt in der Verbrauchsanlage vorliegen. Typisches Beispiel ist die schadhafte Dichtung im WC-Spülkasten, wodurch Wasserverluste bis zu 300 cbm im Jahr entstehen können.

Weitere Hinweise auf schadhafte Leitungen/Einrichtungen:
  - Sind Wassergeräusche zu hören ohne dass eine Wasserentnahme im Haus stattfin-det?
  - Sind Tropfgeräusche in der Heizungsanlage zu hören?
  - Zeigen sich an Wänden oder Fußböden nasse Flecken?

Eine Verständigung Ihres Installateurs wäre in solchen Fällen anzuraten. In begründeten Fällen kann eine Nacheichung der Wasseruhr durch ein amtliches Prüfinstitut erfolgen. Wird diese Prüfung vom Hauseigentümer beantragt, trägt dieser die Kosten, wenn bei der Wasseruhr keine Messfehler festgestellt wurden.

Im Interesse eines jeden Wasserabnehmers empfehlen wir, mindestens einmal monatlich auf den Wasserzähler zu schauen und sich die Kubikmeterzahl von Monat zu Monat zu notieren, so kann schnell festgestellt werden, ob ungewöhnlich hohe Mengen über den Zähler gelaufen sind.

Gemeindeverwaltung

Rathaus