Feuergefahr aus Gelben Tonnen

Abfallwirtschaftsbetrieb appeliert  zur notwendigen Sorgfalt

Bereits zum vierten Mal in diesem Jahr hat die Ladung eines Müllwagens im Landkreis Rastatt Feuer gefangen. Diesmal bei der Behälterleerung in Ottersweier. Das eingesammelte Material aus den Gelben Tonnen konnte glücklicherweise schnell aus dem Fahrzeug auf die Straße gekippt werden. Die hinzugerufene Feuerwehr löschte den Brand.
 
Als Brandauslöser konnte eindeutig eine Farbspraydose sowie mehrere Ölkanister ausgemacht werden, die verbotenerweise in den Gelben Tonnen entsorgt wurden. Beim Verpressen des Materials im Müllfahrzeug ist nicht auszuschließen, dass durch die Reibung Funken entstehen. Wenn diese dann auf Reste leichtentzündlicher Stoffe treffen, fängt das Material schnell Feuer.
 
In diesem Zusammenhang appelliert der Abfallwirtschaftsbetrieb im Landratsamt an alle Tonnennutzer, bei der Befüllung der Abfallbehälter immer mit der notwendigen Sorgfalt vorzugehen. Spraydosen oder Gebinde mit Brennspiritus, Nagellackentferner, Nitroverdünnung und lösemittelhaltigen Lasuren und Lacken müssen zur Problemstoffsammlung gebracht werden. Dies ist auch zu beachten, wenn nur noch kleine Reste enthalten sind. Ausschließlich vollständig entleerte Verpackungen dürfen in die Gelbe Tonne, wenn dies bei der Beschreibung auf der Verpackung als Entsorgungsweg zugelassen ist.
 
Zu berücksichtigen ist auch, dass sich viele Dosen und Behälter gar nicht vollständig entleeren lassen. So ist bei den Spraydosen entweder das Treibgas oder das Produkt verbraucht, von der anderen Komponente sind aber oft noch Restbestände enthalten. Auch hier ist die Problemstoffsammlung der richtige Entsorgungsweg.
 
Der Abfallwirtschaftsbetrieb weist darauf hin, dass Produkte, die mit Gefahrensymbolen und –hinweisen gekennzeichnet sind, mit besonderer Vorsicht zu behandeln sind. In einer rot eingerahmten Raute kennzeichnen Piktogramme die Art der Gefährdung. So steht die Flamme für entzündbare Flüssigkeiten, Gase und Feststoffe. Der Totenkopf kennzeichnet giftige Inhalte und die Abbildung eines sterbenden Baums und Fisch weist auf umweltgefährdende Inhalte hin.
 
Weitere Information: www.awb-landkreis-rastatt.de oder Telefon 07222 381-5555.

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