Nachdem die Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Steinäckerstraße in der letzten Woche auf die Betonwiderlager eingelegt wurde, arbeitet die Baufirma Grötz nun an den weiteren Straßenbauarbeiten.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat der zusammen mit dem Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus Mitteln des Ausgleichsstocks von der Gemeinde gestellten Bitte auf eine vorzeitige, beihilfeunschädliche Baufreigabe für den geplanten Verkehrskreisel im Kreuzungsbereich Steinäckerstraße/ Birkenstraße/ Tulpenstaße entsprochen. Die Bauunternehmung Grötz wurde nun entsprechend dem Beschluss des Gemeinderats vom 27. Juli 2010 mit den Arbeiten zum Bau des Verkehrskreisels beauftragt.
Bis Ende September sollen alle Straßenbauarbeiten abgeschlossen sein, sodass dann im Monat Oktober die Steinäckerstraße für den Verkehr freigegeben werden kann.
Nach Herstellung der Unterführung der Bahnlinie Karlsruhe – Basel in Verlängerung der Steinäckerstraße mit der Verbindung über das Baugebiet „Hagenäcker I“ zur
B 36 alt wird dies zur wesentlichen Entlastung des jetzigen Verkehrsaufkommens in der K 3717 / Rastatter Straße führen. Der Verkehr Richtung Ortsmitte kann zukünftig auch über die Steinäckerstraße und den südlichen Ast der Morgenstraße fließen.
B 36 alt wird dies zur wesentlichen Entlastung des jetzigen Verkehrsaufkommens in der K 3717 / Rastatter Straße führen. Der Verkehr Richtung Ortsmitte kann zukünftig auch über die Steinäckerstraße und den südlichen Ast der Morgenstraße fließen.
Mit der Fertigstellung der Bahnunterführungen in der OD der K 3717/Rastatter Straße vor 5 Jahren, der neuen Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrer in der Bahnhofstraße und der Bahnunterführung in Verlängerung der Steinäckerstraße wird die vom Gemeinderat und Kreistag in den Jahren 2002/2003 beschlossene Verkehrskonzeption zur Beseitigung der früheren schienengleichen Bahnübergänge umgesetzt sein.
Nach heutigen verkehrsplanerischen Gesichtspunkten sind die Steinäckerstraße wie auch die Morgenstraße einschließlich der Einmündungen und Kreuzungen überdimensioniert. Die Straßenbreiten und Knotenpunkte entsprechen nicht mehr den heutigen Richtlinien.
Die Verkehrsflächen sollen mit möglichst einfachen Mitteln zurückgebaut und die Straßenbreite der Steinäckerstraße auf 6,5 m reduziert werden. Durch diese Reduzierung der Fahrbahnbreite entstehen größere Seitenstreifen, welche zur Parkierung oder als Grünstreifen genutzt werden können.
Die Maßnahme soll in drei Abschnitten realisiert werden:
- Umbau der Kreuzung Steinäckerstraße / Tulpenstraße / Birkenstraße zu einem Kreisverkehr
Ein Hauptteil des Gesamtkonzepts ist die Kreuzung Steinäckerstraße / Tulpenstraße / Birkenstraße, welche zu einem kleinen Kreisverkehrsplatz umgebaut wird. Für diese Kreuzung ist ein kleiner Kreisverkehr mit einem Außendurchmesser von 25 m und einer zweigeteilten Fahrbahnbreite von 5,0 m zzgl. ca. 3,0 m vorgesehen. Um den Verkehr im Kreisverkehr nicht zu schnell werden zu lassen, wurde ein erhöhter Innenring mit 3,0 m Breite in der Fahrbahn vorgesehen.
Alle vier Fahrbahnteiler am Kreisverkehr werden zur Sicherheit der Fußgänger mit einer Querungshilfe ausgebaut. Die Hochbordsteine an den vorhandenen Gehwegen werden abgesenkt, um ein besseres Queren der Fußgänger zu ermöglichen.
Die Kosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf ca. 120.000 €. Die Gemeinde hat für diese Maßnahme einen Antrag auf Bewilligung eines Landeszuschusses aus Mitteln des Ausgleichsstocks gestellt.
Die Realisierung erfolgt im Monat September 2010.
- Rückbau der Kreuzung Steinäckerstraße / Morgenstraße
Die Kreuzung Steinäckerstraße / Morgenstraße soll deutlich verringert werden. Der östliche Gehweg entlang der südlichen Morgenstraße, welcher heute im Bereich der Friedhofsparkplätze endet, soll bis zum Gehweg in der Steinäckerstraße verlängert werden.
Der westliche Gehweg entlang der südlichen Morgenstraße wird bis zum Grünbeet in der Kreuzung Steinäckerstraße / Morgenstraße verlängert, um ein Queren der Morgenstraße nach der Steinäckerstraße zu ermöglichen.
Entlang der Morgenstraße sollen Längsparker ausgewiesen werden, so dass die Straßenbreite dadurch reduziert wird.
Die Steinäckerstraße ist im Bereich vor der Kreuzung Morgenstraße so breit ausgebaut, dass hier südlich, auf Seiten des Friedhofs, Senkrechtparker angelegt werden können. Auf der Nordseite wird die Kreuzung durch die Anlage von Grünflächen reduziert.
Die Kosten für diesen Abschnitt belaufen sich bei einfachem Ausbaustandard auf ca. 125.000 €. Für die Erneuerung der Fahrbahndecke fallen weitere ca. 45.000 € an.
Die Realisierung ist für 2011 im Zuge der Erschließung des Baugebiets „Morgenstraße“ vorgesehen
- Rückbau der Steinäckerstraße
Zur Geschwindigkeitsdämpfung werden Längsparker abwechselnd links und rechts im Straßenraum angeordnet. Vorhandene Zufahrten wurden berücksichtigt. Um den Verkehrsraum dauerhaft einzuengen, sollen Pflanzquartiere vor und nach den Längsparkern angelegt werden.
Da über die Steinäckerstraße evtl. auch eine Buslinie geführt werden soll, wurden vom Büro Lamparter auch Vorschläge zur Gestaltung je einer Bushaltestelle je Fahrtrichtung ausgearbeitet. Um die optische Verkehrsraumbreite zu reduzieren, sollen die bisherigen Haltebuchen aufgegeben werden um den Bus im Bereich der Haltestellen auf der Fahrbahn anhalten zu lassen. Diese Ausführung der Haltestelle wird als verkehrssicherer angesehen gegenüber den Haltebuchten, da es durch die Fahrbahneinengung durch den haltenden Bus am Verkehrszeichen VZ 224 für den vorbeifahrenden Verkehr (beide Richtungen) plausibler ist, nur im Schritttempo vorbeizufahren. Die Lage der Haltestellen ist in den Lageplänen ersichtlich. Die Busbuchten entfallen zugunsten der Verbreiterung des Gehwegs bzw. der Aufstellflächen an den Haltestellen. Bei Bedarf kann in dieser Fläche auch ein Buswartehäuschen aufgestellt werden.
Die Kosten für diesen Abschnitt belaufen sich bei einfachem Ausbaustandard auf ca. 60.000 €. Für die Erneuerung der Fahrbahndecke fallen weitere ca. 30.000 € an.
Die Realisierung ist als 3. Bauabschnitt für 2012 bzw. 2013 vorgesehen.
Der Vorschlag der Ingenieurgemeinschaft Lamparter ergibt sich aus dem Entwurfsplan den Sie anhand des unten aufgeführten Links einsehen können.
